Keine Deformationsgeschosse mehr für Waffennarren

Bekanntlich verursachen Deformationsgeschosse schreckliche Wunden. Daher fand letztes Jahr in der Öffentlichkeit eine lebhafte Diskussion über deren Einsatz durch die Polizei statt. Nicht zuletzt dank der entschiedenen Intervention der SP beschloss die Polizeidirektorenkonferenz, den kantonalen Polizeikorps zu empfehlen, diese Munition nur in ganz speziellen Fällen (zB in einem Flugzeug) zu verwenden und sonst darauf zu verrichten.

Paradox: Deformationsgeschosse können frei im Handel erworben werden für alle möglichen Waffen. Da stimmte doch etwas nicht. Paul Rechsteiner vertraute das Problem dem Fraktionskollegen Paul Günter an, der sich bereits seit langem intensiv mit dem Waffengesetz befasst. In der Dezembersession intervenierte Paul Günter in der Fragestunde. Paul Günter stellte fest: Es kann doch nicht sein, dass die Polizei richtigerweise auf die gefährlichen Deformationsgeschosse verzichtet, diese dann aber im Handel für Hinz und Kunz frei erhältlich sind.

Bundesrätin Ruth Metzler versprach, sich um das Problem zu kümmern. Sie hat Wort gehalten und für einmal rasch gehandelt. Ab dem kommenden ersten März darf Deformationsmunition nur noch für die Jagd erworben werden.

Dank der SP ist die Schweiz wieder ein klein wenig sicherer geworden auch wenn zu bedauern ist, dass die Jäger offenbar ihre Tätgikeit nur mit Deformationsmuniton glauben ausüben zu können.

Die Achse SP-CVP kann offenbar rasch viel erreichen. Es wäre wünschenswert, wenn sich die so erfolgreiche Zusammenarbeit auch auf andere Bereiche, insbesondere den Bereich der Krankenversicherung ausdehnen würde...