Postulat: Schweizerische Kasse für die Grundversicherung der Krankenversicherung

Der Bundesrat wird ersucht, in einem Bericht aufzuzeigen, wie eine Einheitskasse für das ganze Land für den Bereich der Grundversicherung möglichst zügig eingeführt werden könnte.

Begründung:

Die Oekonomie legt allen Kassen eine Verhalten nahe, das darauf abzielt, möglichst viele gute Risiken zu akquirieren und schlechte Risiken möglichst zum Verlassen der Kasse anzuhalten.

Ziel der Grundversicherung wäre aber gerade eine Versicherung zur Absicherung für Alte, schwer Kranke, Personen mit Langzeiterkrankungen und Personen mit niedrigem Einkommen(=schlechte Risiken).

Das Resultat dieser Diskrepanz ist, dass die Kassen mit sogenannt modernen Managementmethoden ständig auf der Suche nach finanziellen "Verbesserungen" sind und das BSV im Interesse der Versicherten ebenso ständig bemüht ist, allfällig noch vorhandene mögliche Schlupflöcher mit Verordnungen zu schliessen.

Die Bevölkerung ist durch die "Spiele" der Kassen zutiefst verunsichert. Soll man sich dem Heerzug derjenigen anschliessen, die immer der tiefsten Prämie nachziehen, nur um kurz darauf sich in einer maroden Kasse zu finden, welche im verzweifelten Wettbewerb um Junge und Gesunde ihre Reserven aufgebraucht hat?

Ein wirklicher Ausgleich der Risiken zwischen Jung und Alt, Frau und Mann, Gesunden und Kranken, Stadt und Land findet nur dann effektiv statt, wenn alle in derselben "Schweizerischen Kasse für die Grundversicherung" sind.

Diese Schweizerische Kasse für die Grundversicherung muss nicht zwangsweise eine Staatskasse sein. Es könnte durchaus auch ein Leistungsauftrag an jemand Aussenstehenden (zB das Konkordat der Krankenkassen) hiefür ergehen.

Unübersehbar sind neben den sozialen Vorteilen die ökonomischen Vorteile der einheitlichen Lösung:

- die Verwaltung der Kasse wird massiv vereinfacht und verbilligt

- die Aufgabe des BSV wird entsprechend vereinfacht, das Amt von der Pflicht

entlastet mit -zig Kassen zu verhandeln

- aber auch die Verhandlungen zwischen den Anbietern im Gesundheitswesen

und der Kasse würden massiv vereinfacht

--> das Resultat wäre somit nicht nur eine sozial gerechtere Lösung, sondern zudem eine erhebliche Einsparung im Gesundheitswesen und eine Reduktion im Aufwand der Administration.

Kurz: Durch diese Fusion würden für einmal Gewinne für alle Versicherten entstehen.

Mit dem Bericht soll der Bundesrat mögliche Wege aufzeigen, wie eine derartige sinnvolle Vereinfachung möglichst rasch an die Hand genommen werden kann.