Einführung
Für das Wohl der Welt ist es unumgänglich, dass Nationalstaaten und militärische Sicherheitsbündnisse auf Atomwaffen verzichten. Der Weg zur totalen atomaren Abrüstung ist nicht einfach. Er ist aber gangbar, wenn vorsichtig und schrittweise und gemeinsam gehandelt wird.
In 4 Phasen könnte der Weg zurück gelegt werden:
Comprehensiv Nuclear
Die Durchführung eines umfassenden Verbotes von Nuklearversuchen ist ein wichtiger Schritt zur Erreichen einer besseren Sicherheit auf dieser Welt. Das CTBT-Abkommen nähert sich dem Inkrafttreten mit grossen Schritten.
Die Schweiz hat das CTBT-Abkommen (comprehensive Nuclear Test-Ban Treaty) unterzeichnet.
Das Parlament behandelt zur Zeit die Vorlage für die nötigen Kredite, um einerseits das internationales Zentrum CTBTO (CTBT-Organisation) in Wien zu unterstützen und andererseits die nötige Anlagen zur Kontrolle seismischer Aktivitäten zu betreiben, mittels derer durchgeführte Tests erkannt werden können.
Die Schweiz unterstützt alle Aktivitäten, die auf eine rasche und vollständige Umsetzung des Abkommens zielen.
41 von 44 Staaten mit Kernwaffenpotential haben das Abkommen unterzeichnet. Zu diesen Ländern gehört auch die Schweiz wegen ihrer zivilen Kernanlagen, obwohl sie keine Kernwaffen besitzt, keinen Besitz derartiger Waffen anstrebt, sondern diesen im Gegenteil strikte ablehnt.
Damit das Abkommen in Kraft treten kann, müssen alle Staaten mit Kernwaffenpotential beitreten. Das heisst, dass Nordkorea, Indien und Israel überzeugt werden müssen, dass es auch im Interesse ihrer Länder ist, das Abkommen zu unterzeichnen, ratifizieren und einzuhalten.
Alle übrigen Staaten müssen in einer konzertierten Aktion auf diese Staaten einwirken, um sie zu diesem Schritt zu bewegen. Die IPU fordert diese Staaten dringend auf, im Interesse des Weltfriedens und der Zukunft unseres Planeten, dem Abkommen beizutreten.
Nonproliferation
Die bestehenden Abkommen sind auszubauen.
Die bestehenden Verträge müssen besser eingehalten werden.
Die internationale Ueberwachung von möglichen Verstössen muss verstärkt und verbessert werden.
Insbesondere bedürfen high-tech-Dual-use Produkte der genauen Ueberwachung, damit sie nicht zur heimlichen Waffenproduktion abgezweigt werden können.
Die Industriestaaten müssen erkennen, dass Geschäfte mit Bombenbauern im höchsten Mass den Weltfreiden,die Weltsicherheit und damit auch den Welthandeln gefährden. Es gibt keine langfristig profitablen Handlungsbeziehungen im Bereich der Proliferation.
Es ist im Interesse aller Staaten und aller Volkswirtschaften, dass keine weitere Proliferation stattfindet.
Die Schaffung atomwaffenfreier Zonen fördern
Atomwaffenfreie Zonen sind ein weiterer Schritt in die Richtung der nuklearen Abrüstung.