Paul Günter , Nationalrat, SP/BE
Postulat: Keine
Kassenzulässigkeit für Viagra
Text des Vorstosses
- Der Bundesrat wird aufgefordert,
dafür zu sorgen, dass Viagra und ähnlich wirkende
(angekündigte) Medikamente nicht auf die Liste der
kassenzulässigen Medikamente aufgenommen werden.
-
Begründung
- Die Allokation der knappen
Finanzen im Gesundheitswesen muss heute sehr sorgfältig
vorgenommen werden. Die Prämien der Krankenkassen dürfen
sicher nicht durch eine horrend teure Modepille noch mehr in die
Höhe getrieben werden. Life-stile-drugs sind keine
Krankenkassen-Sache.
-
Eine Finanzierung von Viagra für
Männer durch Krankenkassen wäre umso stossender noch, als
die Verhütungspille für Frauen nicht bezahlt wird.
-
Auch eine enge Begrenzung der
Kassenzulässigkeit durch einschränkende Indikationen würde
keine Lösung bringen, da der Druck der Möchtegern-Konsumenten
enorm sein wird. Und eine breite Verschreibung bei einer
Kassenzulässigkeit voraussehbar ist
- Der Vorstoss wurde am 18.6.98
eingereicht. Er ist unterschrieben von 25 Mitunterzeichnenden,
darunter alle Aerztinnen und Aerzte des Nationalrates.