Bestimmen - Beginnen - Gewinnen

Erfolgsformel: Inner Coaching


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Texte:
Illustrationen:
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Eva-Maria Zbinden Günter, Gleichstellungsbeauftragte
Jürg Kühni, Merkblätter; Karin Widmer, Titelseite
Matthias Günter. guenter@iam.unibe.ch

INHALTSVERZEICHNIS

Instrumente für die Gleichstellungspolitik und Frauenförderung in der SRG

Einleitung

Gesellschaftlicher Wandel

Das ausgehende 20. Jahrhundert setzt neue Akzente in der Gestaltung von Arbeits-, Sozial- und Freizeit. Ein Unternehmen muss diesen Entwicklungen Rechnung tragen, will es den Bedürfnissen nach Lebens- und Arbeitsqualität qualifizierter Mitarbeiter/innen nachkommen.

FRAUENFÖRDERUNG IN DER SRG

Den Auftakt zum vorliegenden Handbuch gab die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft 1990 mit der Verabschiedung eines Programms zur Förderung der Mitarbeiterinnen. Seither ist die Chancengleichheit für Frauen und Männer in der SRG Unternehmensstrategie. Hinzu kam im Lauf der Jahre alles Maßnahmen, welche von Mitarbeiterinnen und Vorgesetzten eine vertiefte Auseinandersetzung mit Arbeitsqualität, Laufbahnentwicklung und persönlichen Standortbestimmungen erforderte.
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MANUAL FÜR FRAUEN

Der vorliegende Leitfaden will Weil der einzelne Schritt jeder Mitarbeiterin immer auch Teil eines laufenden Prozesses im Unternehmen ist und stark von dessen Kultur und Personalpolitik abhängt, wurde im Handbuch mit den leeren Blättern Raum für persönliche Notizen und Informationen aus dem Unternehmen geschaffen.

NUTZUNG DES MANUALS

Das Manual setzt bewußt gleiche Informationen in verschiedene Zusammenhänge.
Eva-Maria Zbinden Günter
Gleichstellungsbeauftragte SRG

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PERSÖNLICHKEITSENTFALTUNG

Soll beruflicher mit menschlichem Erfolg einhergehen, muss die Persönlichkeitsentfaltung mit der Karriere parallel verlaufen. Selbstbewußtsein schafft Kraft, überblick und Verständnis. Wer an der Karriere nicht ausbrennen will, braucht innere Stärke.
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Sich in Bewegung setzen

Das Ziel

Energien sammeln, Energien bündeln, Energien investieren mit dem Ziel, Fähigkeiten, Kenntnisse und Kräfte optimal für ein sinnvolles Tun einzusetzen.

Die Gründe

Begabungen sind ein Geschenk des Schicksals. Sie sollten nicht brachliegen oder nur dem Eigengebrauch dienen. Sie sollen Motivation sein, sich auf den beruflichen Erfolgsweg zu begeben.

Der Weg

Energiequellen erschliessen in Träumen, Wünschen und Idealen; Kräfte auf ein Ziel konzentrieren; Willen mobilisieren - Durchhaltevermögen trainieren; Tun, was man kann.

Die Bedenken

Das Ziel heiligt nicht die Mittel. Langfristig bewähren sich die parallele Entwicklung von Fachwissen und Persönlichkeit.

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Sich selber erkennen

Das Ziel

Standortbestimmung und Neubeginn.

Die Gründe

Ohne nüchterne Bestandesaufnahme gelingt kein zielorientierter Aufbau. Wer seine Fähigkeiten realistisch einschätzt, kann seine berufliche Zukunft systematisch planen.

Der Weg

Fragen

Sich von Fachleuten helfen lassen, falls diese Standortbestimmung Mühe macht.

Die Bedenken

Eine positive, kritische Grundstimmung zu den eigenen Fähigkeiten schützt sowohl vor Selbstüberschätzung als auch vor Minderwertigkeitsgefühlen.

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Seine Fähigkeiten einschätzen

Das Ziel

Die einzelnen Laufbahnschritte den Gegebenheiten anpassen.

Die Gründe

Jede zusätzliche Ausbildung, jede berufliche Veränderung erfordert Anstrengungen und Durchhaltewillen. Je realistischer der Ausgangspunkt umrissen wird, desto größer die Sicherheit, ohne Substanzverlust das Ziel zu erreichen.

Der Weg

Die Bedenken

Sich fordern, aber nicht überfordern. Sich einerseits nicht auf sogenannt typisch weibliche Eigenschaften, Fähigkeiten und Berufsbilder eingrenzen. Anderseits männliches Normverhalten nicht kopieren.

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Ängste abbauen

Das Ziel

Selbstvertrauen und Gelassenheit entwickeln. Stetig kleine Befürchtungen überwinden, damit nach und nach größere Ängste bewältigt werden können.

Die Gründe

Die Konzentration der Kräfte ermöglicht es, Bagatellkonflikte leichter zu bewältigen. Die Meisterung kleiner Ängste schafft Selbstvertrauen und hilft, größere Schwierigkeiten in Angriff zu nehmen. Ängste und Unsicherheiten sind Energiefresser. Weniger Angst heisst mehr positive Kraft und mehr Mut zum Handeln.

Der Weg

Die Bedenken

Nicht nur träumen, was man tun möchte, sondern tun, wovon man träumt.

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Selbstvertrauen entwickeln

Das Ziel

Im Vertrauen auf sich selbst Neues wagen. Veränderungen planen. Weichen stellen, Entscheide treffen. Krisen als Chancen für neue Erkenntnisse und Erfahrungen werten.

Die Gründe

Gesundes Selbstvertrauen braucht es für den beruflichen Erfolg genauso wie für befriedigende persönliche Beziehungen. Mit Selbstvertrauen ist der Schritt ins Unbekannte leichter. Selbstvertrauen erleichtert den Dialog im Team und das Gespräch mit Vorgesetzten. Es befähigt zu klaren Entscheiden.

Der Weg

Die Bedenken

Vorsicht mit idealistischen und perfektionistischen Ansprüchen an sich selbst. Sie sind die klassischen Selbstbewusstseins-Killer.

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Selbstvertrauen positiv nutzen

Das Ziel

Mit Selbstvertrauen und Selbstsicherheit Mitmenschen, Kolleginnen und Kollegen in wichtigen Fragen unterstützen und sich für übergeordnete gemeinschaftliche Anliegen einsetzen.

Die Gründe

Jedes gemeinschaftliche Anliegen, wie beispielsweise die Frauenförderung im Unternehmen, Projektarbeiten, gemeinsame Programme etc. erfordert Fachkenntnisse und Selbstvertrauen.

Der Weg

Selbstsicherheit vermitteln durch

Die Bedenken

Selbstsicherheit hat mit Persönlichkeit zu tun. Hinter Pseudosicherheit wie Arroganz oder Besserwisserei verbergen sich vielfach Unsicherheit und eine ungefestigte Psyche.

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Entscheiden lernen

Das Ziel

Höhere Sprossen auf der Karriereleiter sind vielfach mit interessanterer Arbeit, mehr Lohn und zusätzlicher Verantwortung verbunden. Letzteres bedeutet, für sich und andere entscheiden zu können und am Gedeihen des Unternehmens mitbeteiligt zu sein.

Die Gründe

Entscheiden heisst Mut zum Risiko. Je mehr Erfahrungen, je sicherer die Entscheide. Entscheiden heisst auch, zu einem Entschluß stehen und ihn den anderen verständlich machen.

Der Weg

Die Bedenken

Entscheidungsverweigerung und Anpassung ist nur vordergründig und kurzfristig bequem. Der Preis kann Abhängigkeit, Einschränkung, mangelnde Wertschätzung, Erfolglosigkeit sein.

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Sich Risiken aussetzen

Das Ziel

Sich den rauhen Winden der Konkurrenz aussetzen, Risiken eingehen und etwas wagen.

Die Gründe

Was immer man anstrebt, ein höheres Gehalt, eine attraktivere, verantwortungsvollere Tätigkeit, eine Ausbildung auf Kosten des Unternehmens, der erste Schritt ist immer auch mit dem Risiko der Ablehnung verbunden. Gelingt er, tritt die Konkurrenz auf den Plan. Risiko und Konkurrenz begleiten jede Laufbahnentwicklung. Ihnen ist demzufolge mit einer gewissen Gelassenheit zu begegnen.

Der Weg

Die Bedenken

Fordern, aber auch anbieten. Besserstellungen mit fachlichen Qualitäten und der Bereitschaft zu mehr Verantwortung begründen. Sich nicht mit Floskeln abwimmeln lassen.

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Eigeninitiative ergreifen

Das Ziel

Agieren statt reagieren. Das Schicksal in die eigene Hand nehmen. Spielraum schaffen für eigene Kreativität und Entscheidungsfreiheit.

Die Gründe

Agieren motiviert, reagieren schränkt ein. Selbstbestimmung erweitert die Selbsterfahrung.

Der Weg

Die Bedenken

Die eigene Meinung offenlegen, Initiative ergreifen, ohne jemanden zu überfahren oder bloßzustellen. Den richtigen Zeitpunkt für Aussprachen wählen. Den eigenen Frust nicht auf andere projizieren.

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LAUFBAHNENTWICKLUNG

Berufliche Weiterentwicklung schafft eine solide wirtschaftliche und soziale Basis. Erfahrungen im Beruf zahlen sich aus. Laufbahn ist Wissenserweiterung, Verantwortung und persönliche Erfüllung.
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Ziele setzen

Das Ziel

Ziele sind Wegweiser und ständige Orientierungshilfen. Realistische Ziele erlauben die Einteilung des Weges in erreichbare Etappen. Ziele sind Ansporn. Wenn sie erreicht werden, verleihen sie neue Kraft und schaffen neue Ausgangspositionen.

Die Gründe

Zielsetzungen erfordern Prioritäten, schaffen Struktur und Kontinuität und erleichtern damit das konzentrierte Arbeiten. Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzte erhalten Orientierungshilfe.

Der Weg

Die Bedenken

Der Weg zum Ziel ist immer steinig. Erfolg hat, wer einmal mehr aufsteht, als sie/er hinfällt. Nicht zu unterschätzen: Der Weg ist meist spannender und lehrreicher, als das Ziel selbst. Ziele sind nicht mehr und nicht weniger als Orientierungshilfen und keine absoluten Lebenswahrheiten. Auch auf einem ausgesteckten Weg nach oben flexibel bleiben für Alternativen.

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Informationen sammeln

Das Ziel

Informationen über ein Fachgebiet erleichtern Planung und Entscheidung, erweitern die Kompetenz und schaffen Verbindungen.

Die Gründe

Der Handlungsspielraum wird merklich vergrößert, je mehr Informationen zum Fachgebiet oder zum Unternehmen eingeholt werden. Informationen reduzieren Fehlschlüsse und Risiken. Sie erhöhen die Wahrnehmung, relativieren Vorurteile, vermitteln Vertrauen und interessante Gespräche.

Der Weg

Die Bedenken

Informationen hinter vorgehaltener Hand sind wertlos, weil bruchstückhaft und emotionsgeladen. Sie machen betriebsblind. Informationen über den Beruf bei Fachstellen, Verbänden und Organisationen einholen und mit den Informationen im Unternehmen vergleichen.

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Eigenständigkeit einbringen

Das Ziel

Alle Möglichkeiten, die den Frauen heute in Beruf und Gesellschaft offen stehen, ausschöpfen. Pionierin dort sein, wo Frauen untervertreten sind. Unabhängigkeit und eine bessere soziale Absicherung gewinnen.

Die Gründe

Der Anteil an Frauen in zahlreichen Fachbereichen und auf den oberen Hierarchiestufen von Unternehmen muss vergrößert werden. Alle Frauen im Unternehmen profitieren von Entscheiden, die auch den weiblichen Wertvorstellungen und Lebensumständen entsprechen. Das Unternehmen erhält mit einer grösseren Anzahl Frauen ein größeres kreatives und fachliches Potential. Alte Probleme erfordern neue, beispielsweise weibliche Denkmuster.

Der Weg

Die Bedenken

Durch Persönlichkeit, fachliche Qualifikation, Kompetenz überzeugen. Einen konzilianten Gesprächsstil entwickeln und trotzdem konsequent an der Verwirklichung der eigenen Ziele arbeiten.

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Nach Alternativen suchen

Das Ziel

Flexibel werden und bleiben. Permanente Entwicklung anstreben - am Arbeitsplatz, im Fachbereich, im persönlichen Umfeld. Nicht in Sackgassen stecken bleiben und resignieren.

Die Gründe

Nichts ist absolut gültig. Das Leben am Arbeitsplatz ist wie ein Labyrinth; voller Fallstricke und -gruben, Sackgassen, Uml;eitungen und Ausgänge. Das gilt für Managementaufgaben ebenso wie für Projektentwicklungen, Zeiteinteilung, Stressbewältigung, Konfliktlösung und Organisation. Wer Alternativen zu hängigen Problemen sucht, wird auch Lösungen finden.

Der Weg

Die Bedenken

Ein Ziel zu erreichen, braucht oft mehrere Jahre. Zu viele Stellenwechsel können den Eindruck von Unrast und Unzuverlässigkeit hinterlassen. 20 Jahre im gleichen Betrieb ohne Unterbruch und Veränderung zeugen nicht von Dynamik und wachsender Fachkenntnis. Ungeduld kann abschreckend wirken. Passivität wird leicht als Desinteresse oder vermeintliche Zufriedenheit interpretiert. Entscheidend ist meist: Das rechte Wort zur rechten Zeit am rechten Ort.

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Zeit planen und gewinnen

Das Ziel

Starke berufliche und private Belastungen mittels Zeitmanagement meistern. Aufgaben schneller und besser bewältigen. In Stressphasen entspannen, Freiraum für Unvorhergesehenes gewinnen.

Die Gründe

Je anspruchsvoller die Arbeit, je dringender die Termine, je drängender die Vorgesetzten, je stärker die Konkurrenz und je bindender die beruflichen und privaten Verpflichtungen, je größer ist der Druck, möglichst viel in kurzer Zeit zu erledigen. Wer die Arbeitsstunden bewußt plant, clever nutzt und unnötige Zeitfresser ausschaltet oder reduziert, wird gelassener, effektiver und erfolgreicher.

Der Weg

Die Bedenken

Zeitdruck kann lähmen und die Konzentration beeinträchtigen. Zeit-Management heisst Zeitgewinn für den kreativen Freiraum in der Arbeit, für die Präsentation wichtiger Anliegen und für die Weiterbildung. Das sind Faktoren, welche bei Leistungsbeurteilung und Konfliktbewältigung ins Gewicht fallen. überstunden mit Erschöpfungsfolgen haben keinen hohen Stellenwert und werden meist nicht mit Anerkennung quittiert.

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Weiterbildung zum Hobby machen

Das Ziel

Das Leben als nie endenden Lernprozess erkennen und deshalb offen, beweglich und interessiert bleiben. Erhöhung der Chancen im Beruf durch zusätzliche Fachkenntnisse und Organisationserfahrung, gewandten Schreibstil, geübte Rhetorik, sicheres Auftreten.

Die Gründe

Je mehr Argumente und Erfahrungen in die Waagschale geworfen werden können, je größer die überzeugungskraft, je besser die Chancen im Wettbewerb um einen anforderungsreichen Job. Unterforderung am Arbeitsplatz wirkt sich auf Moral und Selbstachtung aus.

Der Weg

Die Bedenken

Wissen einbringen, Besserwisserei vermeiden. Esoterik, Ikebana, Seidenmalerei und Griechisch sind für die Freizeit reserviert. Berufliche Weiterbildung umfaßt auch das "langweilige" Fachwissen, das zum angestrebten neuen Wirkungskreis gehört.

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Sich ins rechte Licht setzen

Das Ziel

Beachtet werden, wenn Leistungen mit Lohnerhöhungen oder Beförderungen honoriert werden sollen. Wer kompetent ist, Fachwissen und spezielle Fähigkeiten hat, soll es den Vorgesetzten wissen lassen.

Die Gründe

Bei internen Stellenbesetzungen gilt es, als valable Kandidatin bekannt zu sein. Außergewöhnliche Leistungen und Kenntnisse nützen dem Unternehmen. Vorgesetzte sollten dem Rechnung tragen.

Der Weg

Die Bedenken

Nicht übertreiben - auf keinen Fall aber untertreiben. Sich nicht von Machos und kritischen Kolleginnen verunsichern lassen. Sich selbst aus starren Freund-/Feindschemen heraushalten. Sich nicht in einer Gruppe verbarrikadieren. Offen sein für alle.

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Anteil nehmen - sich einmischen

Das Ziel

Im Gespräch mit sachverständigen Kolleginnen und Kollegen Wissen sammeln über Arbeitsabläufe in Dienst/Abteilung/Unternehmen; eigene Ideen einbringen, Verständnis für eigene Pläne schaffen und Unterstützung finden.

Die Gründe

Wer ernst genommen werden will, muss sich am Meinungsbildungsprozess beteiligen. Sie können sich nicht darauf verlassen, dass andere Ihre Wünsche, Bedürfnisse, Ansichten und Ideen erraten. Ein Netz von kooperativen Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten ist förderlich für die Weiterbildung, die Herausforderung im Beruf und die Bewältigung von Erfolgen und Mißerfolgen.

Der Weg

Die Bedenken

Destruktive Nörgelei unterlassen. Kontakt suchen, aber nicht anbiedern. Mit Bestimmtheit auftreten und seine Haltung vertreten, auch wenn sie nicht sofort auf Gegenliebe stößt. Nicht übertreiben, auf keinen Fall aber untertreiben.

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Grenzen überschreiten

Das Ziel

Neuerungen am Arbeitsplatz erwirken.

Die Gründe

Wo jahrelang alles im alten Trott verläuft, kommt weder Motivation, noch Engagement, noch Begeisterung auf. Versuchen Sie, diese Verkrustung aufzuweichen. Ihnen zuliebe und den anderen zuliebe.

Der Weg

Die Stolpersteine

Eine gute Idee erfordert auch einen ausserordentlichen Einsatz. Trotzdem: Herzblut soll dabei nicht vergossen werden. Es geht um einen kreativen Prozess, nicht um eine Prestigeangelegenheit.

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Erfolg positiv bewerten

Das Ziel

Eine Situation für sich und andere verbessern. Dazu braucht es Einfluß und Erfolg. Damit können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter motiviert und gefördert, sowie Arbeitsinhalte optimiert werden.

Die Gründe

Mit Einfluß und Erfolg kann Verbindendes geschaffen und können Ausgrenzungen verhindert werden. Das Arbeitsklima verbessert sich, es fliessen mehr Ideen in die Arbeitsabläufe, es finden fruchtbare Diskussionen statt, die Einzelleistung steigt.

Der Weg

Die Bedenken

Einfluß und Erfolg können gefährlich werden, wenn sie Selbstzweck bleiben. Sie verleiten dazu, sich selbst zu überschätzen. Wer Macht besitzt, hat noch nicht die Wahrheit gepachtet.

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TEAM-GEIST

Der Umgang mit den Mitmenschen am Arbeitsplatz ist gleichzeitig bereichernd und konfliktträchtig. Der Erfolg liegt in der richtigen Dosierung des Miteinanders und der Selbstbehauptung.
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Das Team ist keine Familie

Das Ziel

Respekt, Wertschätzung und freundschaftliche Zusammenarbeit erreichen. Genügend Entscheidungsspielraum für die berufliche Weiterbildung schaffen.

Die Gründe

Das Team ist eine Zweckgemeinschaft. Jedes Mitglied soll seine fachliche Qualifikation in die Arbeit eingeben können. Das muss unabhängig von Sympathien und Antipathien möglich sein.

Der Weg

Die Bedenken

Eigenständig entscheiden und handeln, ohne andere zu überfahren oder außugrenzen. Ein übersteigertes Harmoniebedürfnis ist bei der Arbeit fehl am Platz. Fachlich bedingte Einflußbereiche und Hierarchien lassen die Ideale ""Freiheit - Brüderlichkeit/Schwesterlichkeit - Gleichheit"" nur sehr begrenzt zu.

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Partnerschaftlich kooperieren

Das Ziel

Mit partnerschaftlicher Kooperation das Team stärken und motivieren. Stärken wie zum Beispiel Problembewusstsein, Zielstrebigkeit, Tatkraft, Konsequenz, Intuition, Verantwortungsbewußtsein, Anpassungsfähigkeit, Mut und Durchhaltevermögen zeichnen Mann und Frau aus. Sie sind nicht bei allen gleich ausgesprägt und manifestieren sich nicht immer in der gleichen Form. Partnerschaftlich kooperieren ermöglicht die Ergänzung und Förderung der genannten Stärken im Team. Mittels Kooperation können sie individuell gefördert und ergänzt werden.

Die Gründe

Rivalitäten am Arbeitsplatz vermeiden. Sie vergiften die Atmosphäre und absorbieren konstruktive Kräfte. Das gleiche gilt für Dominanzverhalten oder Ueberanpassung. Mittels Kooperation kann Mobbying (Ausgrenzung) verhindert werden.

Der Weg

Die Bedenken

Eine tragfähige Karriere entsteht im gesunden Wettbewerb, nicht im destruktiven Ausschalten vermeintlicher Konkurrentinnen und Konkurrenten. Letzteres wird unvermeidlich zum Bumerang.

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Mit Bedacht kritisieren

Das Ziel

Kritik soll Konflikte klären. Sie soll den Weg für einen Neuanfang ebnen. Der/die Kritisierte soll mit wertneutraler, fachlich begründeter Beurteilung zurechtkommen können.

Die Gründe

Keine Arbeitssituation ist optimal. Querulanten, Pedanten, Stänkerer, Besserwisser, Angeber, Neider und Profiteure männlichen und weiblichen Geschlechts sitzen überall. Auch Vorgesetzte haben schlechte Tage und Seiten. Dieses Spannungspotential schafft Probleme und Fehlverhalten. Die Lösung erfordert ein Offenlegen des Konflikts, und das ist mit Kritik verbunden.

Der Weg

Die Bedenken

Kritisieren, nicht nörgeln. Kritik am Arbeitsplatz ist kein Vehikel für private Lebensprobleme. Halbe Sätze, diffuse Andeutungen, bedrohliche Mimik verschlimmern die Situation. Lächerlichkeit ist Gift.

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Klatsch ist uninteressant

Das Ziel

Sich den Kopf für Sachfragen freihalten. Kolleginnen und Kollegen nach den eigenen, nicht nach fremden Wertmaßstäben beurteilen. Unabhängig bleiben. Energien in die Arbeit und die eigene Persönlichkeitsentwicklung fliessen lassen. Kreativität und Phantasie für bessere Arbeit oder Konfliktlösungen nutzen. Sich nicht in Intrigen verwickeln lassen.

Die Gründe

Klatsch bewirkt einen Negativ-Sog im Team und schürt Mißtrauen. Er bringt nur Vorurteile, Halbwahrheiten, unzureichende Betriebsinformationen und private Banalitäten zur Kenntnis. Er schränkt die eigene Meinungsbildung ein und verbaut den Weg zu wichtigen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern.

Der Weg

Die Bedenken

Klatsch ist zwar spannend, schafft aber auch subtilen Terror, Verhaltenßwänge und blockiert. Sich deshalb mit Geduld wappnen und ein eigenes seriöses Informationsnetz aufbauen.

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Konsequent sein - nicht hart

Das Ziel

Durch die Kraft der Persönlichkeit das Umfeld günstig beeinflussen.

Die Gründe

Kraft und Konsequenz sind langfristig erfolgreicher als Härte. Kraft kann eine Quelle für alle sein, Konsequenz verschließt sich nicht der Diskussion. Härte dagegen grenzt aus, führt zu Spannungen, verleitet zu Intrigen.

Der Weg

Die Bedenken

Auch wenn die eigene Kraft die anderen überzeugt - nüchtern bleiben. Niemand ist der Mittelpunkt des Universums, sondern nur ein winziger Teil eines grösseren Ganzen, das über den Arbeitsplatz hinausreicht.

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Andere unterstützen - sich selbst helfen

Das Ziel

Selbstsicher und selbständig werden, um sich exponieren zu können. Für die Chancengleichheit im Unternehmen einstehen.

Die Gründe

Alle Aktivitäten zur Förderung der Frau im Berufsalltag basieren auf Diskussion, Argumentation, Organisation und Information. Ideale Voraussetzungen also, um sich auf anspruchsvolle Aufgaben im eigenen Fachbereich vorzubereiten.

Der Weg

Die Bedenken

Das eigene momentane Wohlbefinden ist kein Grund, sich nicht zu engagieren. Vorgesetzte, Kolleginnen und Kollegen können wechseln, die Abteilung kann umstrukturiert werden, der Lohn kann stagnieren, der Arbeitsmarkt sich verschlechtern - alles Faktoren, die von einem Tag auf den anderen wirksam werden können und eine persönliche Positionierung nötig machen.